Auch beim Stoßstangenwechsel ist Beilackierung möglich

Der Sachverhalt:

Nach einem Unfall besteht der gesetzliche Anspruch, dass der Zustand des Fahrzeugs wieder hergestellt wird, der vor dem Unfallereignis bestand.

Ist dabei der Ersatz von Front- und / oder Heckschürze erforderlich, so kommt es auf Seiten mancher zur Zahlung verpflichteter Versicherungen zu einer ungewöhnlichen Begründung der Zahlungsverweigerung.

Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre.

Immer wieder verweigern bestimmte Versicherungen Beilackierungskosten beim Ersatz von Front- und / oder Heckschürze. Die häufigste Begründung lautet, dass die Metallkarosserie im Werk mit einem anderen Lackierverfahren lackiert wird, als Kunststoffteile und deshalb schon immer ein farblicher Unterschied ab Werk besteht.

Fahrzeugbesitzer hätten deshalb grundsätzlich kein Anrecht auf die Kostenübernahme einer Beilackierung.

Fakt ist jedoch, dass es bei vielen Kraftfahrzeugen heutzutage keine Farbunterschiede diesbezüglich mehr gibt!

Demnach ist das Argument entsprechender Versicherungen, bezüglich dem Farbunterschied auf Grund verschiedener Lackierverfahren faktisch nicht haltbar.

Rechtsichere Begutachtung

Das einfache Unterstellen von angeblichen Farbunterschieden ist für Versicherungen jedoch ein häufig erfolgreicher Weg erfolgreich Schadenersatzkosten zu reduzieren.

Der Geschädigte hat üblicherweise, insbesondere nach bereits erfolgter Reparatur, keine Möglichkeit einen Nachweis über die fehlerfreie vorherige Lackierung zu erbringen.

Somit ist es rechtmäßig, dass die zur Zahlung verpflichtete Versicherung den in Rechnung gestellten Aufwand der Beilackierung ablehnt.

Soll jedoch regelmäßig gewährleistet sein, dass auch ein Anspruch auf Ersatz solcher Kosten besteht, so ist es erforderlich entsprechende Beweise rechtssicher im Rahmen der Begutachtung erfassen zu lassen.

Info:

Der Zustand wie vor dem Unfall steht dem Kunden im Rahmen der Schadenbeseitigung gemäß BGB §249 zweifelsohne zu.

Für die Frage, ob bei einem Stoßstangenwechsel beilackiert werden darf oder nicht, ist der Zustand des Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Unfalls entscheidend und eben nicht die Frage nach dem Lackiersystem des Werks, in dem das Fahrzeug produziert wurde.

Lösung für Experten:

Um auch die Kosten der Beilackierung am Fahrzeug nach dem Ersatz von Stoßstangen erfolgreich abrechnen zu können, ist eine entsprechend darauf abgestimmte Begutachtung notwendig. Allerdings muss dazu der weitere Abwicklungsprozess des Schadenfalls vollständig darauf abgestimmt sein.

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