Haftungsverlust wegen Vorschaden?

Sachverhalt

Die sogenannte Vorschadenproblematik kann zum Haftungsausfall bei einem erneuten Schaden führen, sogar dann, wenn ursprüngliche Schäden bereits zuvor sach- und fachgerecht instandgesetzt wurden. Versicherer fordern hierbei immer häufiger einen Nachweis der früheren Reparatur. Die jeweilige Rechnung zur Schaden-Reparatur ist hier entsprechend der BGH-Rechtsprechung nicht als Nachweis geeignet.

Wenn kein entsprechender Nachweis in Form einer notwendigen Dokumentation zum vergangenem Reparaturumfang erbracht werden kann, lehnen Versicherer die Regulierung des Neuschadens vollständig ab.

So kann aus einem unverschuldeten Unfall schnell und ungewollt ein unversichertes Schadenereignis werden.

In der Praxis

Für den geschädigten Kunden ist diese rechtliche Problematik vermeintlich schnell zu lösen. Er fordert einfach von seinem Autohaus die entsprechend notwendige Reparaturdokumentation an, um diese gegenüber der gegnerischen Versicherung offen zu legen.

Genau hier beginnt das Problem für nahezu jedes Autohaus und jeden Reparaturbetrieb: Prüfen Sie hierzu doch einfach einmal in Ihrem Unternehmen über wieviel Prozent der durchgeführten Unfallreparaturen (Kasko – Haftpflicht – Selbstzahler) derartige Dokumentationen detailliert angefertigt wurden. Ebenso müssen diese Dokumentationen auch über viele Jahre verwahrt werden und kurzfristig zugriffsbereit sein.

Sollten Sie jetzt feststellen, dass nahezu keine entsprechend umfangreichen Dokumentationen vollständig in Ihrem Unternehmen existieren, so stellt Ihr Autohaus gewiss keine Ausnahme dar.

Da Versicherer bereits den Weg zur Überprüfung der Vorschadenproblematik dank HIS-Datei nutzen, ist allerdings Eile angesagt. Jeder weitere undokumentierte Unfallschaden kann sich später als Haftungsfalle für Ihre Kundschaft erweisen. Zudem wird das Fehlen einer entsprechenden Dokumentation spätestens dann, wenn diese gebraucht wird, nicht gerade der Kundenzufriedenheit dienlich sein.

Selbstverständlich wäre es möglich ab sofort einen oder gar mehrere Mitarbeiter dafür abzustellen oder neu einzustellen, um zu jedem Schadenfall eine entsprechende Dokumentation zu erstellen. Diese würde dann jedem Kunden nach Reparaturfertigstellung ausgehändigt um bei eventuell späteren Schadenfällen abgesichert zu sein.

Abgesehen von den erheblichen Personalkosten, die nicht umlagefähig sind, wäre Ihr Kunde bei weiteren Schadenfällen nicht an Ihr Autohaus gebunden.

Fazit

Bei genauer Betrachtung ist festzustellen, dass die sogenannte Vorschadenproblematik eigentlich richtigerweise Dokumentationsproblematik heißen müsste. Schließlich ist nicht der Vorschaden, sondern die fehlende Reparaturdokumentation das Problem.

Die aktuelle Rechtslage einfach zu ignorieren und zu versuchen diese auszusitzen, ist hier gewiss keine empfehlenswerte Lösung. Ein „zurück zu alten Zeiten“ – ein häufig gehegter Wunsch insbesondere im Unfallschadengeschäft – wird es nicht geben. Genauso wie  Fahrzeuge immer komplexer werden, so verhält es sich auch mit einem echten Unfallschadenmanagement.

Komplexer bedeutet allerdings nicht zwangsweise auch komplizierter. Schließlich sind moderne Autos auch sehr viel einfacher zu fahren als beispielsweise Young- und Oldtimer.

Kunden wünschen an erster Stelle Sicherheit! Geben Sie in Ihrem Autohaus Ihren Kunden diese Sicherheit auch in zukünftigen Schadensfällen.

Welche Möglichkeiten hierbei die moderne und zukunftsorientierte Digitalisierung des Unfallschadenmanagements für Autohäuser und Reparaturbetrieb bieten kann, das erfahren Sie wie gewohnt in unserer Expertenlösung.

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