Unfallersatzwagen richtig kalkulieren

Der Sachverhalt

Immer wieder stellt sich im Rahmen der Rechnungserstellung für einen Unfallersatzwagen die schwierige Frage, „was kann man, was darf man berechnen und wird die Versicherung es auch vollständig zahlen?“

Hierbei liegt allerdings auf Seiten der meisten Fahrzeugvermieter ein grundsätzlicher Denkfehler vor!

Sie haben das Fahrzeug Ihrem Kunden und nicht der Versicherung vermietet. Folglich braucht die Versicherung Ihnen grundsätzlich auch gar nichts bezahlen! Ihr Kunde wiederum hat jedoch ggf. einen entsprechenden Anspruch auf Ersatz dieser Kosten seitens einer Versicherung. Daran ändert auch eine Abtretung grundsätzlich nichts!

Der Rechnungsbetrag

Der zu berechnende Mietpreis richtet sich in erster Linie danach, was der Vermieter berechnet. Hierbei muss selbstverständlich BGB §138 beachtet werden: Ein Paragraph, der verbietet, dass sogenannter Wucher betrieben wird. Entsprechend der Rechtsprechung ist regelmäßig von Wucher auszugehen, wenn der Rechnungsbetrag 200% den marktüblichen Wert überschreitet.

Hält sich der Rechnungsbetrag also innerhalb dieses Rahmens, mag dieser ggf. teuer erscheinen. Aber deswegen ist der Betrag nicht automatisch unzulässig oder rechtswidrig. Entsprechend ist der Kunde zum Rechnungsausgleich verpflichtet.

Der Schadenersatz

Der Kunde wiederum begehrt Schadenersatz bei der zur Zahlung verpflichteten Versicherung. Hier gelten allerding andere Spielregel. Um sich keinem Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht schuldig zu machen und auf Kosten sitzen zu bleiben, muss der Geschädigte folglich  andere Gesetze und Rechtsprechungen als der Vermieter des Unfallersatzwagen berücksichtigen.

Beispielsweise darf ein entsprechendes Unfallersatzfahrzeug nicht ungeprüft zu beliebigen Kosten angemietet werden. Ein Vergleich am Markt ist hier erforderlich. Ebenso darf das Leihfahrzeug keiner höheren Fahrzeugklasse angehören, als jenes, welches hierdurch ersetzt wird.

Auch verschiedene Regelungen zur Nutzungsintensität sind zu berücksichtigen. Wird das Ersatzfahrzeug beispielweise weniger als 20 km oder mehr als 100 km täglich genutzt, so ist der vollständige Kostenersatz unter Umständen für die Versicherung nicht verpflichtend.

Der falsche Weg

Versucht nun der Fahrzeugvermieter den Schadenersatz beim Versicherer geltend zu machen entsteht folgendes Problem: zusätzlich zu den Gesetzen und der Rechtsprechung, die für den Vermieter und seinen Werkvertrag gelten müssen nun auch noch diejenigen Regelungen berücksichtigt werden, die sonst nur für seinen Kunden gelten.

Zudem kann der Vermieter nicht den einfachen Weg der Indizwirkung nutzen. Dieser ist ausnahmslos seinem Kunden vorbehalten und hätte bei richtiger Anwendung die Durchsetzung des Schadenersatzanspruch sehr viel einfacher gemacht.

Um Ausgaben zu sparen nutzen viele Versicherer diese missliche Lage, in die sich eine Vielzahl der Fahrzeugvermieter oftmals selber bringen.

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